…oder besser : Zeitarbeit – Synonym für moderne Sklaverei
In Deutschlands Firmen geht ein beängstigender Wandel um.
Immer mehr Firmen tauschen ihre Stammbelegschaft bei sogenannten „Umstrukturierungsmaßnamen“ durch Zeitarbeiter aus die für einen geringeren Lohn die gleiche Arbeit leisten wie Kollegen in gleicher Position.
Als Chance um aus der Arbeitslosigkeit heraus zu kommen wird es werbewirksam vermarktet. Flächendenkendes Lohndumping ist aber die Tatsache.
Der Mensch der als Leiharbeiter beschäftigt wird steht ohne Sicherheit und mit wenig Rechten da.
Der Lohn den der Kollege bekommt reicht oft nicht um den Lebensunterhalt davon zu bestreiten.
Zusätzliche „Hilfe“ vom Staat muss beantragt werden…
SOWAS darf einfach nicht sein!
Wird der Beschäftigte nicht mehr benötigt, wird er von der jeweiligen Firma in der er ausgeliehen ist von heute auf morgen nach Hause geschickt und dann meist von der Leiharbeitsfirma gekündigt.
Ein Arbeitsloser der Arbeit sucht und sich nicht auf eine der Ausbeuterfirmen einlassen will, dem wird das Geld gekürzt.
Der Mensch wird zur Ware in den nur der Finanzielle Gewinn der beteiligten Firmen zählt.
Arbeitnehmer machen sich vielleicht noch Hoffnung, indem sie meinen das man ja Glück auf eine dauerhafte Beschäftigung habe, oder durch Ihre qualifizierte Arbeit in den entsprechenden Betrieben dort eingestellt werden.
Ich denke das der einzelne Arbeitnehmer in den großen Betrieben heute nichts mehr zählt.
Man spricht von „Headcount“ pro Abteilung , Niederlassung oder Werk.
„Global gesehen..“ müsse man günstiger werden. Global gesehen wird nur der kurzfristige Gewinn den man quartalsweise Reporten muss beschönigt in dem die Lohnkosten einfach “ausgelagert” werden .
“Fremdarbeiter” laufen eben auf einer anderen Kostenstelle….
Leiharbeiter gehören ja auch nicht zum Stammpersonal (HEADCOUNT) und Headcount der nicht Stammpersonal ist sind “Kosten” die man einspart….
Leiharbeit als Chance?
Nein, ich denke Leiharbeit ist Volksverarsche und müsste verboten werden solange es nicht Gesetze gibt die Leiharbeiter besser vor Lohndumping und schlechten Rahmenbedingungen schützen..
Eure Meinung ???
Ein Tatsachenbericht kann man u.a hier lesen ->
« Mera Luna 2010 Der DGB will Zeichen gegen Leiharbeit setzen »




Dazu kann ich aus aktuellem Anlass was sagen…
Ich bin zur Zeit auch bei einem “Personaldienstleister” beschäftigt.
Mal abgesehen von einer guten Bezahlung (was die Leiharbeit-Branche betrifft), komme ich mit meinem Chef gut aus.
Man hat aber auch keine andere Wahl!
Auf zahlreiche Bewerbungen kamen (wenn überhaupt) nur Absagen, oder es waren Arbeitgeber-Konditionen, die ich schlichtweg als Unverschämtheit empfinde. Aber die “Bosse” können sich’s ja bei der Arbeitslosenrate erlauben.
Gut. Nun bin ich über diese Leih-Firma bei einem renomierten Maschinenbau-Unternehmen in Hannover beschäftigt. Auf Grund von diversen Vorstandswechsel und verschiedener Investoren aus dem Süden Deutschlands wurde die Belegaschaft in den letzten 15 Jahren von rund 1600 Mitarbeitern auf ca. 400 reduziert.
Sicherlich hat auch in dieser Firma die wirtschaftliche Situation der letzten 2 Jahre ihre Spuren hinterlassen. Aber aktuell sind die Auftragsbücher und Kapazitäten bis Ende 2011 randvoll. Man spekuliert sogar über Neu-Investitionen beim Maschinenpark, was selbst alt eingesessene Mitarbeiter verwundert.
Nichts desto trotz besteht DIE HÄLFTE der Mitarbeiter im Bereich Drehen/Fräsen aus Leih-Arbeitern !!! HALLO !!!! 50 % !!!!!!!
Schauen wir mal ins europäische Ausland, wie z.B. Frankreich.
Dort sind Mitarbeiter aus Leiharbeitsfirmen wesentlich teurer, als ein fest eingestellter.
Allein die Kosten für Leihpersonal sollen die Firmen dahingehend bewegen, festes Personal einzustellen und Leiharbeiter nur als Not- oder Übergangslösung zu betrachten.
Da es in unserem Land nicht einmal ein Gesetz für Mindestlöhne gibt, was u.a. Personaldienstleister betrifft, so werden auch weiterhin arbeitssuchende Menschen in die Arme dieser Ausbeuter getrieben, zumal das ganze von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt und gefördert wird. Logisch – die können einem keinen Job vermitteln.
Über dieses Thema könnte man ein ganzes Buch schreiben, wenn man zusätzlich noch Zahlen, Daten, und mehr Fakten hätte. Aber je tiefer man in diese Thematik mit all den Statistiken, beschönigung der Arbeitslosenzahlen, Provisionszahlungen, etc. eintaucht, desto mehr beginnt das Blut zu kochen.
Aber um es mit den Worten unserer Bundeskanzlerin zu sagen:
“So einem auftrebendem Wirtschaftszweig wie den Personaldienstleistern darf man keine Steine in den Weg legen”
Den Rest kann sich jeder selbst denken!
f**k you !